Wo sind sie bloß?

Mein letzter Blogeintrag liegt schon etwas zurück. In der Zwischenzeit war ich sehr damit beschäftigt Feldmaikäferengerlinge für meinen Feldversuch zu besorgen, was sich als viel schwieriger herausstellte als erwartet. Feldmaikäfer leben drei Jahre im Boden, bevor sie als Käfer an die Erdoberfläche kommen. Während dieser Zeit durchlaufen sie drei verschiedene Larvenstadien und ein Puppenstadium, um sich zum ausgewachsenen Käfer zu entwickeln.

Die derzeit einzige Methode, um Feldmaikäferengerlinge zu finden, ist einen Spaten in die Hand zu nehmen und zu graben. Aber natürlich kann man nicht einfach irgendwo graben. Zuerst musste ich eine Fläche ausfindig machen, die ausreichend stark vom Feldmaikäfer befallen ist, so dass sich das Graben auch lohnt, und wo die Engerlinge sich auch noch nicht verpuppt hatten. Das geschah alles unter einem gewissen Zeitdruck, da Engerlinge eine Winterruhe haben und sich im Herbst bei absinkenden Bodentemperaturen in tiefere Erdschichten zurückziehen. „Tiefer“ kann da durchaus auch mal einen Meter bedeuten. Nachdem endlich eine passende Fläche gefunden war und wir auch die Genehmigung des Besitzers zum Graben hatten, ging es letzte Woche ins Feld. Genauer gesagt in ein Erdbeerfeld. Feldmaikäfer lieben die Wurzeln von Erdbeerpflanzen, was den Landwirt natürlich gar nicht freut, weil seine Erdbeerpflanzen durch den Wurzelfraß absterben. Sein Kommentar war dementsprechend auch: „Sie dürfen so viele Engerlinge ausgraben wie Sie wollen, solange Sie sie nicht wieder zurückbringen.“ Und das haben wir dann getan.

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Ohne die Hilfe meiner Kollegen, die sich auch durch Regen, Kälte, und Matsch nicht vom Graben abhalten ließen, hätte ich nie rechtzeitig genügend Engerlinge für meinen Versuch zusammenbekommen. Letzten Montag habe ich zusammen mit der Kontaktperson gegraben, die mir die Grabungserlaubnis besorgt hat. Zwei Stunden zu zweit und vier weitere Stunden alleine ergaben zwölf Engerlinge. Am Freitag ging es dann nochmal mit fünf Personen ins Erdbeerfeld und in fünf Stunden konnten wir 17 weitere Engerlinge ausgraben. Eine durchaus mühsame Angelegenheit…

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